Alles fliesst in Haute-Nendaz

Lieu Nendaz, Valais
Année 2025
Secteurs Signalisation & Verkehrsraumgestaltung, Verkehrs-, Informations- und Zutrittssysteme
Filiales Valais

Im Walliser Ferienort galt es, die beträchtlichen Touristenströme in die Parkhäuser und zu den Parkings zu lotsen. Vorhandene Systeme waren in die Jahre gekommen. Roman Möri, Product Manager und Berufsbildner Automation bei SIGNAL AG, erzählt.

 

Roman Möri, die Gemeinde Nendaz war bereits Kunde der SIGNAL AG. Aus welchen Gründen hat sie sich nun wieder bei Ihnen gemeldet?

Ja, wir haben dort schon diverse Arbeiten ausgeführt, klassische Signalisation, Markierungen, Poller, aber auch Infodisplays für die Skilifte. Diesmal ging es insbesondere um das Lenken der zahlreichen Skitouristen. Es gibt in Haute-Nendaz und in Siviez eine ganze Reihe von Parkhäusern und Openair-Parkings, aber einige Teile des Parkleitsystems waren nicht mehr funktionstüchtig, andere erfassten die Belegung nicht.

 

Dann suchte Haute-Nendaz einen Systemlieferanten?

Ganz genau. Die Aufgabe besteht darin, Verkehrsdaten zu erfassen und zu verarbeiten. Dazu dient unsere Eigenentwicklung namens Eyemage, eine Plattform zum Erfassen und Steuern von Parkdaten. Da uns der Kunde bereits kannte, kam es zu einer Direktvergabe des Auftrags.

 

 

Was wurde denn dabei umgesetzt?

Es gibt 15 digitale Anzeigen, die sich auf sechs verschiedene Standorte beziehen. Bei drei Parkings erfassen wir die Daten mit Kameras für die Nummernschilderkennung. Dabei kommen Outdoorkameras zum Einsatz, die für die Fahrzeugerfassung optimiert wurden und sehr robust sind. Weitere Parkhäuser sind mittels Schnittstellen angebunden.

 

Nummernschilderkennung klingt ein bisschen nach Überwachung …

Nein, da muss man sich gar keine Sorgen machen! Erfasst wird nur die nackte Nummer, wir können den Halter gar nicht eruieren. Es geht nur darum, die Ein- und Ausfahrtszeit zu erfassen und somit eine präzise Vorstellung der Auslastung zu haben.

 

Was ist denn der konkrete Nutzen eines solchen Parkleitsystems?

Für die Gemeinde besteht der Vorteil darin, dass es keinen Suchverkehr mehr gibt. Und die Touristinnen und Touristen sehen sofort, wo sie parkieren können.

Und wie lief das timingmässig ab?

Der Startschuss war schon 2023 gefallen, doch dann kam es auf Kundenseite zu Verzögerungen. Im August 2024 erhielten wir dann die Anfrage für ein System, welches auf die Saison 24/25 hin operativ sein sollte. Zum Glück hatte ich die Hardware schon bestellt. Zusammen mit dem Projektleiter der Gemeinde, Alexandre Bourban, haben wir dann richtig Gas gegeben!

 

Dann haben Sie diesen supersportlichen Termin einhalten können?

Die Hardware war termingerecht montiert und in Betrieb, sie musste aber noch manuell gesteuert werden, weil die Kommunikation via Internet nicht möglich war. In der Hochsaison konnten wir das System bereits semiautomatisch lenken. Seit März 2025 ist es jetzt voll automatisiert.

 

Was waren denn die Herausforderungen bei dem Projekt?

Sie meinen, abgesehen davon, dass es extrem kalt war bei der Montage? Nun, natürlich schon das erforderliche Tempo, und da muss man ja dann auch genügend Leute zur Verfügung haben. Es ist uns gelungen, die Lehrlinge auf geschickte Weise einzubinden, so dass wir schliesslich genügend Ressourcen bereitstellen konnten.

Dann ist das Projekt jetzt abgeschlossen?

Es gibt noch ein paar Folgeaufträge in Sachen Signalisation, ansonsten sind wir fertig und haben einen zufriedenen Kunden.

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